Oberhofenkirche

Die Oberhofenkirche ist in erster Linie eine Gottesdienstkirche: Gottesdienste mit „Kleinen Leuten“, ein lebendiger Kindergottesdienst, festlich gestaltete Erwachsenengottesdienste und ein weit über Göppingen hinaus bekannt gewordener etwas anders gestalteter „Abendgottesdienst für Ausgeschlafene“ haben hier ihren Platz gefunden. Die Oberhofenkirche ist ein Ort der Stille und Spiritualität. Seit dem 7. Jahrhundert n.Chr. wird hier gebetet und Gottesdienst gefeiert. Eine große und lebendige Kirchengemeinde führt diese Tradition fort.


Die Urkirche des Filstals stammt in ihrem heutigen Erscheinungsbild aus dem Jahr 1436. Ihre Anfänge reichen aber viel weiter in die Vergangenheit zurück:

Anfang der achtziger Jahre wurde die Oberhofenkirche in ihrem Inneren grundlegend renoviert. Die Archäologen stellten umfangreiche Untersuchungen an, und so können wir heute Verbindliches über die Siedlungsgeschichte dieses geschichtsträchtigen Ortes sagen.

Bereits in vorchristlicher Zeit befand sich hier ein Kultplatz aus spätkeltischer Zeit. Die Römer errichteten im zweiten Jahrhundert eine „villa rustica“, versorgten von hier aus ihre Soldaten.

Nach der Christianisierung durch die Franken entstand im siebten Jahrhundert wahrscheinlich ein erstes Holzkirchlein. Im neunten Jahrhundert wurde eine erste bescheidene Steinkirche gebaut, die im zehnten Jahrhundert einem Neubau wich. Diese Kirche hat erstmals einen Chor, der nach Osten zeigt.

Die große Überraschung für die Archäologen waren Funde, die auf eine romanische Basilika zurück gehen, die um 1220 gebaut worden war. Sie musste 1436, wie die Inschriftentafel beim Hauptportal belegt, auf Veranlassung von Graf Ulrich V. der heutigen gotischen Hallenkirche weichen.

Ein Kirchenführer ist in der Oberhofenkirche zum Preis von 4 € zu erhalten.